Jambo

Eine Begegnung mit Goa. Goa war der Hund von Frau Brigit ,Auf ihre Bitte hin hatte ich begonnen, Fotos für einen Kalender zu machen, und die letzte Aufgabe bestand darin, eine Aufnahme von Goa für das Titelbild zu erzielen. Wir beschlossen, ihn an der wunderschönen Ostseeküste zu fotografieren. Es gelangen mir einige gelungene Aufnahmen, bei denen im Hintergrund die Wellen gegen große Felsen brandeten, doch Frau Lennart war nicht zufrieden. Stille trat zwischen uns ein. In diesem ruhigen Moment ergriff Goa die Initiative: Er sprang in einen am Ufer stehenden Korb und streckte den Kopf heraus. Frau Lennart und ich riefen gleichzeitig: „Das ist es!“ Hastig drückte ich auf den Auslöser. In der Eile war die Schärfe nicht ganz perfekt, doch eine solch großartige Pose bot Goa nie wieder. Da wurde mir klar, wie intelligent Rhodesian Ridgebacks sind.

Ein Ehepaar besuchte mit seinen Kindern Scotty –, in der Hoffnung, einen Welpen zu kaufen. Scotty nahm sich viel Zeit, um das Wesen und die Pflegebedürfnisse des Rhodesian Ridgeback zu erläutern und die Fragen des Paares zu beantworten. Als er im Laufe des Gesprächs jedoch erfuhr, dass das Paar zwar finanziell gut situiert war, aber in einer Wohnung lebte, entschied er sich dagegen, ihnen einen Welpen zu verkaufen. Die Kinder waren enttäuscht.


Frau Janet Wang, eine Rhodesian-Ridgeback-Züchterin, hieß mich auf ihrem Anwesen willkommen; sanfte Hügel und Hänge boten den vielen Hunden dort den perfekten Raum, um sich frei zu bewegen – ein ideales Motiv für meine Fotografie. Ihre edle, temperamentvolle Erscheinung veränderte meine gesamte Vorstellung von Hunden. Ich erkannte, dass diese Tiere nicht nur intelligent und ausgesprochen eigenständig waren, sondern auch eine Seele besaßen – eine, die sich von der des Menschen unterschied, aber auf einer tiefgründigen, eigenen Ebene existierte. Ich bin Frau Wang, ihrem Mann und ihrer Tochter zutiefst dankbar für ihre Gastfreundschaft und dafür, dass sie mir gestatteten, die Hunde zu fotografieren. Zwar gelang es mir, ihre beeindruckende physische Präsenz einzufangen, doch die „Seele“, die ich in ihnen gespürt hatte, konnte ich nicht festhalten; wieder zu Hause, wurde mir klar, dass ich mehr Zeit damit hätte verbringen sollen, einfach nur eine Verbindung zu den Hunden aufzubauen.



In der Dämmerung fuhr ich auf der verzweifelten Suche nach einer Unterkunft umher und verspürte dabei ein ungutes Gefühl. Vor mir entdeckte ich eine Einheimische, die mit einem Hund spazieren ging. Ich hielt sofort an und richtete – ohne auch nur einen Moment Zeit für einen Gruß zu haben – meine Kamera auf sie. Da sie es eilig zu haben schien, nach Hause zu kommen, machte ich das Foto in aller Eile. Ich befürchtete einen Moment lang, sie könnte verärgert reagieren, doch stattdessen lächelte sie mich an. Obwohl es sich um eine Digitalkamera handelte und das Bild hätte nachbearbeitet werden können, entschied ich mich, die hastig aufgenommene Aufnahme als Erinnerungsstück in ihrer ursprünglichen Form zu behalten.

Als ich den Jungen rief, blieb er stehen. Ich versuchte, ein Foto zu machen, aber er drehte sein Gesicht nicht in meine Kameralinse. Sein Hund stand recht gut. In der endlosen Wildnis ging der Junge langsam auf eine entfernte Viehherde zu. Die meisten Einheimischen sind zu Fuß unterwegs; ich sah viele Menschen, die auf den Nebenstraßen und Hauptstraßen entlangliefen. Die Straßen erstreckten sich schnurgerade bis zum Horizont, weit und breit nichts; ich bekam sogar ein mulmiges Gefühl, was passieren würde, wenn mein Auto eine Panne hätte.

Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents und ist somit nicht allzu weit von der Antarktis entfernt. Das Kap der Guten Hoffnung – das in der Vorkriegszeit vom deutschen Militär genutzt wurde – diente als Beobachtungsposten zur Überwachung der vor der Küste vorbeifahrenden Schiffe. Unter diesen klimatischen und umweltbedingten Einflüssen entwickelte sich der Rhodesian Ridgeback – in dessen Adern vermutlich das Blut des „Löwenhundes“ fließt – zu einem robusten und widerstandsfähigen Tier.

Die Dame hier führt ein elegantes Leben mit vier Rhodesian Ridgebacks auf einem weitläufigen, von einem Eisenzaun umschlossenen Anwesen. Zum Gelände gehören ein Wohnhaus, ein Büro und ein prächtiger, paradiesischer Swimmingpool. Sie entspannt sich mit ihren Hunden am Pool; zudem gibt es eine naturnah gestaltete Sumpfzone – so organisch angelegt, dass man sich fragen könnte, ob sie eigens für die Hunde geschaffen wurde. Ich bemerkte, wie beneidenswert ihr Lebensstil sei. Sie erwiderte: „Es gab auch Zeiten, in denen Leute von außerhalb des Grundstücks auf mich geschossen haben.“

ALL
SHALL
ENJOY
EQUAL
HUMAN
RIGHTS !
Soweto/Johannesburg/South Africa

Die südafrikanische Landschaft war ursprünglich eine Savanne ohne Baumbestand; doch von europäischen Siedlern – die auf der Suche nach Diamanten und Gold angereist waren – gepflanzte Bäume schufen ein neues Landschaftsbild. In dieser Umgebung flanieren Menschen gemächlich, begleitet von Hunden, die seinerzeit als „Löwenhunde“(Lion DOG) bekannt waren.

Geschichte von Kiro, dem Schloss Hund von Chateau de GORCE
Im April 2016 klingelte wie so oft das Notfallhandy unseres Vereins. Ein sehr netter Herr war am anderen Ende der „Leitung“. Zögerliche Worte, mit unterdrückten Tränen wurden gesprochen:
„Wir haben einen Rhodesian Ridgeback Rüden der 2011 geboren ist. Wir müssen ihn leider abgeben und mir bricht es das Herz, aber meine Frau leidet sehr unter einer Krankheit. Sie bringt meinen Kiro mit Unsauberkeit in Verbindung. Muss sich selbst andauernd waschen. Dreht förmlich durch, wenn sie nur ein Haar im Haus von Kiro findet. Kiro darf nicht mehr in ihre Nähe, muss überwiegend draußen bleiben. Wenn Kiro einmal im Haus ist, muss er erst geduscht werden und das kann jeden Tag passieren, mit dem armen Hund. Wenn ich zur Arbeit bin, weiß ich nicht was geschieht. Unser Auto wird steril gehalten. Ich halte das nicht mehr aus und der Hund tut mir so leid. Bitte helfen sie meinem Kiro!“ Unser Verein/ich sicherte Hilfe zu. Kiro wurde mit einem Übernahmevertrag in den Verein aufgenommen. Ich rief meine Freundin Uli Link an und fragte ob sie Pflegestelle für den Kiro sein könnte und erklärte ihr die Situation. Uli sagte sofort zu. Wir vereinbarten den Übernahmetermin und der Besitzer von Kiro sicherte zu, dass er selbst den Kiro zur Pflegestelle in den Spessart bringt.
So war es dann auch als zum ausgemachten Termin ein Wagen vorfuhr. Uli konnte ihren Augen nicht trauen. Was hing denn an dem Auto hinten dran!? Eine Hundetransportbox als Anhänger, so wie man es vom Transport zum Hundesport kennt. Aber ein Ridgeback und das Anfang April, ein Hund ohne Unterwolle!! Nicht zu glauben, unfassbar. Die Klappe ging auf und ein wunderbarer reinrassiger, korrekter Rüde sprang aus der Kiste, an der Anhängerkupplung raus. So zog Kiro auf der Pflegestelle bei Uli Link ein. Sein Besitzer fuhr dann nach einer Tasse Kaffee´und einem Stück Kuchen, unter Tränen wieder weg und ließ Kiro zurück. Kiro lebte sich schnell bei Uli und Familie ein und war ein regelrechter Traumhund. Ein sehr guter klarer Charakter und ein liebenswertes Wesen hat Kiro. Nun nach ein paar Wochen klingelte wieder und diesmal für Kiro das Notfalltelefon. Eine nette Schweizer Frauenstimme war dran. Sonja Gurt aus Lichtenstein. Ok, in die Schweiz vermitteln wir ja die Nothunde. Aber nach längerem Gespräch erkannte ich, dass die Sonja und ihr Mann Mark in PLEUVILLE in Bordeaux wohnen. Nein nach Frankreich möchten wir keine Hunde vermitteln, denn dort gefällt uns der Umgang mit den Hunden nicht. Tierheime schläfern ein und die Franzosen verstehe ich/wir nicht. Sonja ließ einfach nicht locker und rief wirklich X mal bei mir an. Diese Frau ist dermaßen stark in ihrem Willen und interessierte mich. Dann kam noch dazu, dass sie auf einem Schloß leben. Mit viel Platz und Freiheit für die Tiere und ich musste an Kiro in der Hunde Box denken. Mit Uli telefoniert und Uli und ihr Mann Jürgen sagten: dieser tolle Hund gehört auf ein Schloß!!! Uli und ich beschlossen den Kiro selbst nach Frankreich zu fahren, um uns einen persönlichen Eindruck von den Menschen, die nicht locker ließen zu verschaffen. Vor allen Dingen wollten wir dem Kiro diese Chance nicht verwehren, auf einem Schloß in Frankreich zu leben. So machten wir uns auf den Weg, den Kiro hinten drin im Auto und sehr zu leiden hatten wir mit den Gegebenheiten der Fußballeuropameisterschaft, dass ständig irgendwelche Ausfahrten auf der Autobahn gesperrt waren. Wir kamen dann doch irgendwann an und waren begeistert von der Endstelle. Alles passte 100%. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir Kiro wieder eingepackt und hätten ihn mit zurückgenommen. Jürgen und Kenzo haben Kiro Vorort besucht und die Bilder von Kenzo zeigen Kiros jetziges Zuhause.



Menschen züchten und halten Hunde, doch viele von ihnen führen ein unglückliches Leben. Spoc war ein Hund, den wir von der Tierschutzvereinigung in Mainz übernommen hatten – unser erster eigener Hund. Ob bei Regen oder Schnee, er begleitete mich jeden Tag auf einem Feldweg, der eine Strecke von vier Kilometern umfasste. Spoc grub sich im Sand der Normandie ein und genoss in aller Ruhe die Sonne. Ich nahm an einem Fotowettbewerb einer Schweizer Zeitschrift teil und gewann einen Gutschein für einen Hotelaufenthalt. Eines Tages starb unser geliebter Hund Spoc trotz einer Operation an einer Magendrehung. Erinnerungen sterben nie; sie leben ewig in unserem Gedächtnis fort.

Akio war ein Vielfraß. Wann immer ich in der Küche zu kochen begann, kam er herbei, in der Hoffnung, dass etwas für ihn abfiel. Eines Tages wollte Akio nichts mehr fressen. Er wurde von Tierärzten und Bekannten versorgt und erhielt zu Hause Infusionen. Akio muss gespürt haben, dass er sterben würde. An jenem Tag blühte eine Mohnblume auf – und diese Mohnblume blüht seither jedes Jahr an Akios Todestag. Der Schmerz über Akios Verlust ist bis heute nicht geheilt.

Neugeborene Welpen werden von einem Tierarzt untersucht. Besonders wichtig ist es dabei, bei Rhodesian Ridgebacks das Vorhandensein oder Fehlen eines lebensbedrohlichen Dermoid-Sinus zu überprüfen. Leider wurde dieser bei Asabi zunächst nicht erkannt. Er kam erst später zum Vorschein und war lebensbedrohlich. Dr. Thomas Laube führte eine langwierige Operation durch, um den Dermoid-Sinus zu entfernen. Der Eingriff war erfolgreich, und auf der Rückfahrt von Salzgitter fühlte ich mich schon etwas besser. Auch Asabi ist nun einer der funkelnden Sterne am Nachthimmel.

Mutter Jambo war edel und eigensinnig, aber sie war die beste Mutter für ihre Kinder.
Unser geliebter Hund JAMBO lebte lange Jahre bei uns. Als er alt wurde, wollte sie nicht mehr fressen. Schweren Herzens haben wir uns für den Weg des Einschläferns entschieden.Hunde akzeptieren den Tierarzt als einen Menschen, der Verletzungen und Krankheiten heilt. Deshalb vertrauen sie ihm.Doch als der Tierarzt kam, sah ich Angst in JAMBOs Augen. Er zeigte nicht die Haltung: „Ich bin gekommen, um zu heilen“, sondern: „Ich bin gekommen, um einzuschläfern.“ JAMBO zitterte vor Angst. Dieses letzte Bild mussten wir, meine Frau und ich, mit ansehen. In diesem Moment habe ich verstanden: Auch in einem Hund wohnt eine Seele.Wir haben JAMBO wie unser eigenes Kind geliebt. Dass wir ihn am Ende voller Angst gehen lassen mussten, werden wir ewig bereuen.Er war von edlem Wesen und gleichzeitig stur, er ging immer seinen eigenen Weg. Aber seinen Kindern schenkte JAMBO die größte Liebe.
Als die Welpen geboren wurden, achteten wir darauf, dass alle gleichmäßig Milch bekamen. Und dann sahen wir: JAMBO fraß den Kot seiner Welpen und hielt so alles sauber.Aus dieser tiefen Reue und aus der Liebe zu JAMBO heraus entstand unser Entschluss, einen Tierschutzverein zu gründen. Vor einigen Jahren konnten wir das 10-jährige Jubiläum feiern. Die Zahl der Hunde, die wir retten und in ein neues, liebevolles Zuhause vermitteln konnten, ist auf über 400 gestiegen.JAMBO lebt in ihnen allen weiter.

Menschen züchten und halten Hunde, doch viele von ihnen führen ein unglückliches Leben. Spoc war ein Hund, den wir von der Tierschutzvereinigung in Mainz übernommen hatten – unser erster eigener Hund. Ob bei Regen oder Schnee, er begleitete mich jeden Tag auf einem Feldweg, der eine Strecke von vier Kilometern umfasste. Spoc grub sich im Sand der Normandie ein und genoss in aller Ruhe die Sonne. Ich nahm an einem Fotowettbewerb einer Schweizer Zeitschrift teil und gewann einen Gutschein für einen Hotelaufenthalt. Eines Tages starb unser geliebter Hund Spoc trotz einer Operation an einer Magendrehung. Erinnerungen sterben nie; sie leben ewig in unserem Gedächtnis fort.

Die Rhodesian Ridgeback Jambo Hilfe e.V. besteht seit 2013, ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein und kümmert sich ausschließlich um die Rhodesian Ridgebacks und deren Mixe, die ein neues Zuhause, bedingt durch verschiedene Ursachen benötigen. Die Namensgeberin des Vereins, war unsere geliebte Hündin Jambo- Bakira of Sambesi (27.05.2001 – 09.09.2015). Der Vorstand besteht aus der Familie Koba und alle Entscheidungen werden im dem kurzen Dienstweg getroffen. Das hat den Vorteil, wir sind deshalb recht schnell „an der Front“ um Hilfe anzubieten und zu leisten. Wir verfügen über ein Netzwerk von Pflege- stellen, Helfern für Vor- und Nachkontrollen und nicht zu vergessen Die Rhodesian Ridgeback Jambo Hilfe feiert am 03.09.2023 ihr 10jähriges Jubiläum. Weitere Informationen werden veröffentlicht. Wir sind in der Organisation und die einzelnen Bausteine tuen sich gerade zusammen.















